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21.09.2018
Aktuelle Entwicklung rund um den S-Bhf. Kaulsdorf
Bericht zur Anwohnerversammlung am 17.09.2018

Auf einer von Mario Czaja und mir eingeladenen Anwohnerversammlung am 17.09.2018 haben wir über die aktuelle Entwicklung rund um den S-Bhf. Kaulsdorf informiert, z. B. zum Bauvorhaben Münsterberger Weg, zum barrierefreien Süd-Zugang, zur Bebauung des ehemaligen Kohleplatzes am Bahnhof sowie zur Verkehrssituation rund um die Gutenbergstraße.

Mein Kollege Mario Czaja hat dankenswerter Weise alle Informationen und die vor Ort diskutierten Fragen für Sie zusammengefasst.

Vielen Dank an alle Teilnehmer für die guten Anregungen und Fragen, die zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben.

Am 17.09.2018 fand auf dem Wilhelmplatz in Kaulsdorf gemeinsam mit Anwohnern und Gewerbetreibenden rund um den S-Bahnhof Kaulsdorf eine Anwohnerversammlung auf Einladung von Mario Czaja und mir statt.

Rund 250 Gäste folgten der Einladung. Rede und Antwort standen Alexander Kaczmarek  (Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG), Johannes Martin (Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen im Bezirksamt von Marzahn-Hellersdorf), Manfred Weißbach (Amtsleiter des Stadtentwicklungsamtes im Bezirksamt von Marzahn-Hellersdorf) sowie Herr Tom Kalkof (Geschäftsführer der KKS Investment GmbH).

Mein Kollege Mario Czaja hat dankenswerter Weise die Informationen und die vor Ort diskutierten Fragen für Sie zusammengefasst:

Verkehrliche Entwicklung rund um die Gutenbergstraße

Viele Sorgen der Anwohner erreichten mich in den letzten Wochen aus der Gutenbergstraße.

Derzeitig stellt sich die verkehrliche Situation in der Gutenbergstraße für den Autoverkehr und die Anwohner schwierig dar. Grundstücksausfahrten werden durch Pendler des nahe gelegenen S-Bahnhofes zugeparkt. Kurzeitparkplätze im Bahnhofsumfeld fehlen. Ebenso müssen die Autofahrer dem entgegenkommenden Verkehr in der Straße so ausweichen, so dass oftmals auf die Gehwege ausgewichen werden muss. Ebenfalls sind die Anwohner durch den morgendlichen lauten LKW- und PKW-Verkehr genervt. Es wird mit überhöhter Geschwindigkeit über die Bodenschwellen gefahren. Der für Verkehr zuständige Stadtrat brachte auf der Versammlung klar zum Ausdruck, dass für das Verkehrsaufkommen eine ganzheitliche Lösung gefunden werden muss, auch im Bahnhofsumfeld. Derzeitig laufen im Bezirksamt dazu Untersuchungen. Zeitnah ist aus Sicht des Bezirksamtes geplant, neue Verkehrszählungen durchzuführen und verkehrsberuhigte Maßnahmen umzusetzen.

Die geplanten Maßnahmen des Bezirksamts zur Entlastung der Anwohner im Bauernwitzer Weg vom Hol- und Bringverkehr der dortigen KiTa werden ebenfalls zur Verbesserung der verkehrlichen Situation in der Gutenbergstraße sowie in der Hellersdorfer Straße beitragen.
 

Bauprojekt Münsterberger Weg 91 – 95 und neues Parkhaus

Das neue Bauprojekt wird auf dem Grundstück gegenüber dem Vivantes Klinikum entstehen. Aktuell ist dort eine große Brache mit leerstehenden Barracken vorzufinden.

Herr Kalkhof als Bauherr berichtete, dass auf dem Gelände neuer Wohnungsbau stattfinden wird. 46 Mietwohnungen sollen entstehen. Das alte Bestandsgebäude Nr. 93 bis 95 soll saniert werden. Eine Baugenehmigung für das Bestandgebäude liegt bereits vor. Ein Beispielbild sehen Sie oben, wie es später aussehen könnte. Auf der Rückseite des Geländes in Richtung Franzburger Straße sollen Eigentums-Reihenhäuser entstehen. Bezüglich des Mittelteils des Geländes ist der Bauherr noch in Gesprächen mit dem Stadtplanungsamt des Bezirksamtes. Hier geht es um die Frage Reihenhäuser oder Wohnungsbau und ebenso auch um die Höhe der Gebäude. Eine Einigung konnte hier noch nicht getroffen werden.

Für die 14.000 m² große Grundstücksfläche gibt es bislang noch keinen Bebauungsplan im Bezirksamt. 

Zudem ist auf dem Grundstück Münsterberger Weg 97-99 (ehemaliger Kohleplatz), welches Vivantes gehört, ein Parkhaus für die Besucher und für die Beschäftigten des Krankenhauses geplant wird. Damit könnte sich die Parkplatzsituation im Gebiet zu den täglichen Besucherzeiten gerade am Wochenende ein wenig entspannen.

Aktueller Sachstand zum ehemaligen Güterbahnhof am Wilhelmsmühlenweg

Für das Gebiet am Wilhelmsmühlenweg Nr. 3 bis 9 (siehe Bebauungsplan 10-20) gab es in den letzten Jahren immer wieder Eigentümerwechsel. Seit dem Jahre 2010 gibt es planungsrechtlich Baurecht. Der jetzige Eigentümer strebt folgenden Bau an:

  • Einzelhandel mit 800m²
  • 300 m² für ergänzende Dienstleistungen z. B. Arztpraxen
  • 70 Mietwohnungen

Herr Weißbach als Amtsleiter teilte mit, dass eine Baugenehmigung noch nicht erteilt ist. Der aktuelle Eigentümer der Fläche hat bereits sehr viele Vorleistungen erbracht und er geht davon aus, dass auch bald gebaut wird. Ob der Betreiber des aktuellen Marktes „Nah und Gut“ von Herrn Vollack im Mädewalder Weg in das neue Gebäude einziehen wird, steht noch nicht fest.
 

Wird auf dem Grundstück dann der barrierefreie Brückenbau zum S-Bahnhof Kaulsdorf erfolgen?

Skizze des mögl. Süd-Übergangs zum S-Bhf. Kaulsdorf
(©Amtsleiter, Herr Weißbach)
 
Ja, dies könnte mit dem Bau des Einzelhandels verbunden werden. Allerdings kann das Bezirksamt den Brückenbau nicht vom Eigentümer fordern, weil die Kosten sehr hoch sind. Derzeit gibt es von Seiten der Deutschen Bahn AG und des Bezirkes Bemühungen, über ein öffentliches Förderprogramm des Senats „Bahnhofsverschiebung, Zugänge, Aufgänge“ Mittel zu erhalten. Herr Kaczmarek stellte klar, dass ein barrierefreier Übergang für den Bahnhof Kaulsdorf sinnvoll wäre. Der Senat prüft derzeitig das Anliegen. Nach einem positiven Bescheid, könnte der Senat eine Bestellung bei der Deutschen Bahn Station und Service AG auslösen. Gemeinsam mit der Bezirksbürgermeisterin Frau Pohle hat der zuständige Verkehrsstadtrat Johannes Martin an den Senat die Priorität noch einmal erhöht. Die derzeitige Tunnellösung muss dringend durch einen barrierefreien südlichen Zugang abgelöst werden . Laut Aussage von Herrn Kaczmarek wäre, wenn man jetzt den Bau plant bis zur Fertigstellung, eine Zeit von 5 Jahren realistisch. Problem ist, dass die Deutsche Bahn mit einer bestehenden Entwurfsplanung eine Anmeldung der Sperrpausen durchführen muss, die mindestens 2 Jahre vor Fahrplanwechsel zum Baubeginn erfolgt.

Ergänzende Details und Unterlagen zu den vorstehenden Themen stehen für Sie im Blog von Mario Czaja zur Einsicht sowie zum Download bereit.

aktualisiert von Alexander J. Herrmann, 21.09.2018, 15:51 Uhr
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