Gespinnstmotten, kein Grund zur Sorge

In den letzten Tagen wurde ich von vielen Bürgern auf ein gespenstisches Phänomen angesprochen: Ganze Sträucher und Hecken in unserem Bezirk sind komplett weiß eingehüllt, darin Hunderte kleine Raupen. Viele Anwohner machen sich verständlicherweise Sorgen und befürchten den gefährlichen Eichenprozessionsspinner.

Ich habe deshalb sofort beim Pflanzenschutzamt Berlin nachgehakt, um für Klarheit in unserem Kiez zu sorgen. Die Entwarnung der Experten ist eindeutig: Es handelt sich hierbei um die völlig harmlose Gespinstmotte.

Im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner haben diese Raupen keine giftigen Brennhaare und sind für uns Menschen und unsere Haustiere absolut ungefährlich. Dass das Ordnungsamt oder die Berliner Forsten hier nicht anrücken, hat einen guten Grund. Zum einen besteht schlicht keine Gefahr für die Gesundheit, zum anderen ist der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln im öffentlichen Raum gegen die Motten verboten und ohnehin völlig wirkungslos, da das dichte Gespinst wie ein Schutzschild wirkt. Auch wenn die Sträucher jetzt kahl und jämmerlich aussehen. Die Natur hilft sich selbst. Schon Ende Juni treiben die Pflanzen durch den sogenannten Johannistrieb wieder komplett grün aus.

Bei der Gespinstmotte gilt es also, Ruhe zu bewahren und dieses faszinierende Naturschauspiel einfach der Natur zu überlassen. Der Spuk ist in wenigen Wochen von alleine wieder vorbei.