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21.03.2018
Nilpferd Knautschke im ehemaligen Wernerbad

Das ehemalige Wernerbad am Wernersee in Kaulsdorf hat 2002 seine Pforten geschlossen. Gerne erinnere ich mich an die zahlreichen Badeausflüge hierher mit der Familie zurück.

Eine ganz besondere Erinnerung verbinde ich dabei mit dem Nilpferd Knautschke. Als Kind bin ich gerne um diese damals noch mitten im Wasser stehende Plastik rumgeschwommen und natürlich auch das ein oder andere Mal auf ihr herrumgeklettert. Heute ist der Wernersee bereits mit Schilf zugewachsen und Knautschke darin fast nicht mehr zu sehen.

Es ist mir daher im Zuge der Renaturierung und Entwicklung des Areals ein wichtiges Anliegen, dass Knautschke in unserem Kiez erhalten bleibt.

Das Nilpferd Knautschke gehört zum Wernersee und ist ein echtes Kaulsdorfer Wahrzeichen.

Gemeinsam mit meinem Kollegen Michael Lehmann haben wir uns daher als CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf (BVV) mit einer Großen Anfrage "zur Zukunft von Nilpferd Knautschke im ehemaligen Wernerbad" an das Bezirksamt gewandt und darin um Auskunft gebeten:

 

  1. Ist im Zuge der Verkaufsverhandlungen für das "Wernerbad"-Grundstück mit Hinblick auf die derzeit laufende Nachbesserung der Konzepte und Abgabe finaler Angebote bis April 2018 sichergestellt, dass das von Erwin Kobbert geschaffene Nilpferd "Knautschke" entsprechend der Empfehlung der BVV (Drucksache - 1376/VII) auch nach dem Verkauf weiterhin auf dem Gelände verbleibt?

 

  1. Welche konkreten Auflagen für die dauerhafte Sicherstellung des Verbleibs der Skulptur an ihrem aktuellen Standort wurden dazu im Rahmen des Konzeptverfahrens berücksichtigt bzw. müssen noch umgesetzt werden?

 

  1. Welche konkreten Vorgaben zur Sicherung der Skulptur während der durch den Erwerber vorzunehmenden zukünftigen Bebauung wurden im Rahmen des Konzeptverfahrens ferner gemacht bzw. müssen noch veranlasst werden?

 

  1. Sofern der zukünftige Verbleib der Skulptur auf dem Grundstück nicht sichergestellt werden kann, welche Maßnahmen wird das Bezirksamt unternehmen, um die Skulptur für den Bezirk dauerhaft zu sichern und diese dadurch auch nach Verkauf des Grundstücks im Umfeld des ehemaligen Wernerbades öffentlich zugänglich aufstellen zu können?

 

  1. Welche konkreten Vorgaben wurden den Berliner Wasserbetrieben zum Schutz der Skulptur während der anstehenden Renaturierungsmaßnahmen gemacht und wie kontrolliert das Bezirksamt deren Einhaltung?

Über die Antwort des Bezirksamts sowie die weitere Entwicklung auf dem Areal rund um den Wernersee halte ich Sie an dieser Stelle gerne auf dem Laufenden.

Update vom 23.03.2018:

In der gestrigen BVV teilte Bezirksbürgermeisterin Pohle (Linke) mit, dass der Verbleib der Skupltur Bestandteil des ausgeschriebenen Konzeptverfahrens ist und Knautschke an seinem Platz bleiben werde. Dem Erwerber würden bei Zuwiderhandlung empfindliche Strafzahlungen treffen.

Allerdings sei eine Umsetzung auf dem Gelände ohne Genehmigung und Strafe möglich.

Ich habe daher für meine Fraktion gebeten, dass das Bezirksamt sich gegenüber dem Erwerber mit aller Kraft für einen Verbleib von Knautschke an seinem derzeitigen Standort im Wernersee und seinen Schutz während der Baumaßnahmen einsetzt.

Weitere Informationen:

Update Entwicklung am Wernerbad
Drucksache - 0745/VIII -  Zur Zukunft von Nilpferd Knautschke im ehemaligen Wernerbad
aktualisiert von Alexander J. Herrmann, 25.03.2018, 17:20 Uhr
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